Tadschikische Berge

Man möchte nach all den Tagen im flachen Usbekistan fast „endlich“ sagen: Berge soweit das Auge reicht. Schroffe Gebirgszüge, baumlos, karg, steil, atemberaubend. Wild, verwegen, die Augen genießen die Aus- und Ansichten. Grün sind nur wenige Oasen in den Tälern.

Doch so schön für den Betrachter diese Eindrücke sein mögen, für die Menschen in den Täler ist das Leben mitunter sehr bedrohlich. Vor allem im Frühjahr, wenn die Schneeschmelze einsetzt. Dann sind etliche Dörfer von Schnee- und Schlammlawinen bedroht. Hinzu kommt, diese Region Zentralasiens ist ein extremes Erdbebengebiet. Seit 1955 hat es mehr als 900 Beben gegeben.

Das Deutsche Rote Kreuz hat deshalb ein Programm zur intensiven Vorbereitung der Menschen auf solche Katastrophen gestartet. In Zarabod sehen wir eine solche Übung. Das halbe Dorf ist dabei. Vor drei Jahren wurden die Menschen unterrichtet, seitdem kommen sie alle zwei Monate zusammen, um für den Ernstfall die Abläufe einzustudieren. Ein kleines Lazarett wird aufgebaut, die Bergung Verletzter und Verschütteter wird simuliert, die gezielte Kommunikation ebenso.

Die Straßen in Dörfer wie Zarabod sind meist einfach Pisten. Verkehrswege nicht nur für Motorisierte.