Unterwegs im Süden Tadschikistans

Geschuldet der Tatsache, dass das Pamir geschlossen ist (und leider auch bleibt), haben wir nun die Region zwischen Duschanbe und der Grenze zu Afghanistan bereist. Ein Gebiet, welches einst eine riesige Steppen- und Wüstenlandschaft war, sich heute jedoch in weiten Teilen als Agrarland präsentiert. Zu verantworten hat das alles Stalin. Er gab in den 1930er Jahren den Befehl, diese Region urbar zu machen. Vor allem Baumwolle sollte angebaut werden. Bis in jetzige Zeiten hat sich daran nicht viel geändert. Baumwolle ist (wie auch für Usbekistan) ein guter Exportschlager und damit hervorragender Devisenbringer. Unübersehbar sind derzeit die vielen Baumwollberge an den Sammelstellen.

Kurz vor der Grenze zu Afghanistan, nahe der Kleinstadt Shartuz, am Rande des auch hier sehr grünen Tales, ist ein malerisches Kleinod, das den Moslems sehr heilig ist. 44 Quellen wird er genannt. Aus den Felsen tritt an eben 44 Stellen Wasser aus. Nicht wild, sondern ganz in Ruhe. Einer jeden Quelle wird eine ganz eigene heilende Wirkung nachgesagt. So kommen viele um von heiligen Wasser zu trinken – und um die vielen Fische im Wasser zu bestaunen.

Quasi Beschützer dieser Quellen ist Ismail Assomidinov. Er wohnt bei den Quellen. Seine Familie kam im Jahre 701 aus dem heutigen Saudi-Arabien und soll in 28. Generation mit einem der wichtigsten Gelehrten aus der Zeit Mohammeds verwandt sein.

Gleich daneben sieht die Landschaft in den Bergen so aus:

Ich muss sagen, mitunter hat das Fahren enorm viel Spaß gemacht. Auch wenn wegen eines Treffens mit einem der wenigen Bäume nun der rechte Seitenspiegel ein wenig lädiert ist.