Tage in Sary Mogol

Die Tage Ende September in Sary Mogol auf fast 3000m Höhe sind wunderbare Herbsttage. Die Morgen sind kalt, die Temperarturen deutlich unter Null Grad. Doch die Sonne hat noch so viel Kraft, dass es bis zum Mittag angenehm ist. Zum späteren Nachmittag ziehen meist dichte Wolkenauf. Noch ist kein Wetterumschwung in Sicht.

Doch die Einheimischen rechnen täglich mit dem Beginn des Winters.

In Sary Mogol sind die Häuser sehr einfach gebaut, die Wände aus Lehm, die Dächer ebenso, selten aus Blech. Viele Fenster sind mit durchsichtigen Planen zusätzlich abgedichtet.

Geheizt wird aus Mangel an Holz oftmals mit getrockneten Kuhfladen. Als Wäscheleine dient das, was vor Ort eh schon vorhanden ist – der Stacheldrahtzaun.

Immer donnerstags gibt es den Wochenmarkt. Einheimische bieten Kartoffeln sowie Zwiebeln an und handeln mit Schafen, Ziegen, Pferden und Yaks. Händler aus Osch oder gar aus der fernen Hauptstadt Bischkek versorgen die Bergleute mit allen anderen Waren: Stoffe, Kleidung, Schuhe, Lederwaren, Haushaltsartikel, Lebensmittel. Geschäfte werden per Handschlag abgeschlossen und besiegelt.

Überragt wird Sary Mogol vom 7139 m hohen Pik Lenin.