Archiv der Kategorie: Film 2012: Durch das verwegene Herz Zentralasiens

Kurz vor dem Start…

Es ist nun 25 Jahre her, dass ich für den MDR zum ersten Mal mit der Kamera in die Welt hinaus aufgebrochen bin. Zum Dach der Welt der Titel des Filmes damals. Noch ein Jubiläum gibt es in diesem Jahr – vor 2 Jahrzehnten bin ich In 99 Tagen um die Welt gefahren.

Am kommenden Montag, 8.  August, startet nun die Jubiläumsfilmtour. Auf den Spuren von 1996 werde ich nochmals die Erde umrunden. Die dabei entstehende fünfteilige Dokumentation Thomas Junker unterwegs – Weltenwandel (Erstausstrahlung im MDR vom 19. – 24. November 2016, jeweils von 19.50 – 20.15 Uhr) wird darüber berichten, wie sich die Regionen und Menschen entlang meiner Wege in den letzten 20 Jahren verändert haben. Ich werde viele Protagonisten von einst treffen, aber auch neue Seitenblicke wagen.

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Premiere Kaunertalfilm mit Gänsehaut

Es war eine Erlebnis mit viel Tiefgang und Gänsehaut!! Am vergangenen Wochenende war es endlich soweit – in der grandiosen Atmosphäre der Wallfahrtskirche zu Kaltenbrunn im Kaunertal haben wir 4 x unseren Film „Ein Jahr im Kaunertal – Nacht & Heint“ vor insgesamt fast 900 Zuschauern zeigen dürfen. Wer die Premiere verpasst hat – hier gibt es die DVD: http://shop.weisseespitze.com/
Impressionen und weitere Geschichten rund um die Premiere sind an dieser Stelle: http://ein-jahr-im-kaunertal.com/

Dienstag Teil 2 – die Vorschau

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Teil 2 am Dienstag um 19:50 Uhr im MDR – dies sind die Themen: das Kosmodrom in Baikonur, Kamele in der kasachischen Steppe, der fast völlig ausgetrocknete Aralsee mit dem einstigen Fischereizentrum Aralsk, die Familie Ramanzanov und die Frage, warum muss immer ein Kind bei den Eltern bleiben, die größte Süßigkeitenfabrik des Landes mit einem nicht enden wollenden Bonbon und die AN 2 – der Traktor der Luftfahrt. Hier ein kleiner Ausschnitt aus Teil 2: https://vimeopro.com/thomasjunker/thomas-junker-unterwegs-tschai-pelmeni-und-nomaden

 

 

Tschai, Pelmeni & Nomaden – es geht los!

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Der Tag vor der Abreise ist seit fast 25 Jahren immer wieder ähnlich. Packen! Und bloß nichts vergessen. Bei all den vielen Reisen und Expeditionen ist zwar inzwischen eine große Portion Routine dabei, aber grau ist alle Theorie.  Die Sachen zum Anziehen sind schnell zusammen. Viel nimmt Mann eh nicht mit. Jeweils 5 U-Hosen, Strümpfe, Polo-Shirts, 2 Hosen für heiße Zeiten, 2 lange für die anderen Zeiten. Einmal was ganz FEINES für offizielle Anlässe. Dazu Fleece-Jacke, Outdoor-Jacke. Fertig. Nur bei der Medizin, da ist es ein bisschen anders. Lieber zu viel dabei, als nachher in den Weiten Kasachstans und der Mongolei nicht reagieren können…

Von dieser Welt: Warten auf den Rallyetross

Es war das Jahr 2000. Eine besondere Ausgabe der Rallye Paris – Dakar sollte es sein. Nicht von Paris nach Dakar, sondern von Dakar nach Kairo sollte die Strecke führen. Zur Jahrtausendwende sollte es nichts weniger sein. Im allgemeinen Gefühlstaumel des großen Kalendersprungs wollte auch die ASO, der Organisator der legendären Wüstenwettfahrt, ein außergewöhnliches Event schaffen. Das sollte es auch werden, wenngleich nicht so, wie es dann kam. In Niamey, Niger, wurde die Jagd unterbrochen. Terroristen drohten damit, den Rallyetross anzugreifen. Was heute im Jahre 2015 Alltag in Nordafrika ist, was damals unbeschreibliche Ausnahme. Also wurde die gesamte Rallye per Luftbrücke nach Libyen verfrachtet. Das dauerte natürlich einige Tage. So mancher Abend verging dabei mit sehnsüchtigen Blicken gen Himmel.
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Von dieser Welt: Wenn Musik auf Leidenschaft trifft

Martin Reiter und Thomas Ringswandl habe ich in Ruhpolding irgendwann im Jahre 2013 bei ein paar Bier kennengelernt. Viel haben sie mir über ihre Musik erzählt. Über das Leben als Musiker. Über Leidenschaft, ohne welche sie nicht ihre Musik ausleben und performen können. Über verschiedene Formationen, in denen sie spielen. Von alpenländischer Musik bis Rock.
Sie haben mich neugierig gemacht, in ihren Bann gezogen. Also bin ich ihnen gefolgt. Habe ihre Auftritte besucht. Beim Janos im Restaurant vor 100 Zuschauern, im Festzelt vor 3000 Fans zum Gautrachtenfest, im noch gewaltigeren Partyzelt zum Biathlon-Weltcup in Ruhpolding. Man muss kein Fan ihrer Musik sein, wenn sie beispielsweise die Oberkrainer Musi anstimmen. Das ist völlig egal. Denn sie haben etwas, was völlig fasziniert. Tiefe Leidenschaft. Ob sie nun ihren Instrumenten Töne entlocken a la ACDC, Supertramp oder zutiefst volkstümlicher Waisen. Sie sind immer das pulsierende, emotionale, treibende Herz. Und immer völlig versunken in ihrer Kunst. Grandios!
Hier einige Fotos, aufgenommen im Sommer 2014.
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Es geht weiter

Ich lese die Zeitung, surfe im Internet, schaue in Bücher und Landkarten. Ich sitze herum, ich lausche und plaudere, ich spaziere, wandere mit den Augen. Aber das ist alles nur äußeres Geschehen. In Wirklichkeit arbeite ich. Oder besser: Irgendetwas geht in mir um, und ich warte nur darauf, es fassen, filmen und in Geschichten erzählen zu können – in diesem Sinn bin ich die nächsten Tage erneut mit meiner Kamera unterwegs – EIN JAHR IM KAUNERTAL – die Dreharbeiten gehen weiter!

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Mein Wunsch für 2015…

Mein Wunsch für 2015 – auch, aber nicht nur für meinen Stand der Journalisten und Filmemacher und all derer, die mit Worten arbeiten. Lasst uns Demut & Mut (oder nennen wir es Verantwortung) zeigen bei der Verwendung der Wörter im Wissen um ihre Macht und Wirkung. Unsere Aufgabe ist zu berichten, nicht zu richten. Für unsere Zuschauer sollen wir Informationen zusammentragen und publizieren, damit diese sich ein eigenes Bild machen können; in die Lage versetzt werden, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Wenn unsere Meinung dazu gefragt ist (oder wir glauben, es ist an dem), dann lasst uns das machen. Aber nur in klar gekennzeichneten Kommentaren.
Sollten wir aber den Wunsch verspüren, Macht ausüben zu wollen, also die uns gegebenen Wörter so einzusetzen, dass wir Menschen (Zuschauer) auf diese Weise beeinflussen können, dann sollten wir die Seiten wechseln. Politiker oder Manager werden.
Pressefreiheit heißt  u.a. auch, dass die Presse nicht selber Meinung macht, nicht selber Mitspieler ist im politischen Betrieb. Wir haben eine Kontrollinstanz inne. Das ist Recht, Aufgabe und Verpflichtung zu gleich. Lasst uns dem gerecht werden.

Zum Jahresanfang Musik im Kaunertal

EIN JAHR IM KAUNERTAL – die Dreharbeiten starten mit Musik ins Jahr 2015. Die Musikkapelle Kaunertal spielt Jahr für Jahr immer am 1. Januar auf. Mit den ersten Sonnenstrahlen starten die Musiker am Poschhof, viele Stunden später wird beim Bürgermeister in Feichten der Tag musikalisch beendet. Hier Fotos vom Tage (ein Video dazu gibt es ab Freitagabend): http://ein-jahr-im-kaunertal.com/
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Vorweihnachtszeit…

…ist intensive Vorbereitungszeit. Europas stolze Inseln am Ende der Welt, dieser Film ist Geschichte. Im Juli starten die Dreharbeiten zu Tschai, Pelmeni und Schamanen. Es wird dies eine Reise durch Kasachstan, das russische Altaigebirge sowie die Mongolei. Recherche und Organisation dazu laufen bereits auf Hochtouren.

So bald der erste Schnee auch in tieferen Lagen fällt, geht es ab ins Kaunertal. Noch vor Weihnachten will ich dort an der Dokumentation Ein Jahr im Kaunertal – Nacht & Heint weiterdrehen. Sie haben in Feichten einen kleinen, feinen Weihnachtsmarkt, in Kauns wird die Tradition des häuslichen Schnapsbrennens noch intensiv gepflegt. Und in vielen Häusern wird Weihnachten nicht am 24.12., sondern schon Tage davor gefeiert.

Ein weiteres Projekt spielt in Ruhpolding. Mitte Januar 2015 macht dort der Biathlon Weltcup Station. Meine Fotodokumentation RUHPOLDING BACKSTAGE ist eine Hommage an all jene Menschen, die durch ihre unermütliche Arbeit im Hintergrund ein solches sportliches Großereignis erst möglich machen .