Archiv der Kategorie: Film 2013: Thomas Junker unterwegs ~ Vom Abendland nach Down Under

Gräber von Brel & Gauguin

In Atuona auf der Insel Hiva Oa liegen die beiden Künstler begraben. Hier haben sie ihre letzten Lebensjahre verbracht. Jacques Brel, in dem Wissen seiner schweren Krebserkrankung, hatte sich bewusst hierher zurückgezogen. Er fand seine Ruhe, wurde von keinen Paparazzi verfolgt. Der französische Maler Paul Gauguin wählte Hiva Oa aus, da er sich in dem, wie er meinte, zunehmend europäisch geprägten Tahiti unwohl fühlte. Im kleinen Ort Atuona baute er sein Maison du Jouir, zu deutsch Haus der Freude, und lebte mit seiner damals 14-jährigen, einheimischen Geliebten.

 

Vom Abendland nach Down Under – erneut im TV

Radio Berlin Brandenburg macht es möglich! Am kommenden Sonntag, 31.8., strahlt  RBB-TV die Reise „Vom Abendland nach Down Under“ noch einmal aus. Zur besten Sendezeit um 20:15 Uhr gibt es die Langfassung von 90 Minuten am Stück zu sehen. Ich wünsch viel Spaß!

PS: Am 12. September gehen in Sachen „Europas stolze Inseln am Ende der Welt“ die Dreharbeiten in die letzte Phase. Die Insel Mayotte wird das Ziel sein. Wie immer gibt es an dann dieser Stelle alle Information nebst Bildern und Videotagbüchern.

DANKE an all die vielen Zuschauer!

Danke! Es war wieder wunderbar für mich – so viele Zuschauer, so viele Zuschriften. Die durchschnittliche Einschaltquote lag bei 13,9%. Ein richtig guter Erfolg!
Wer Teile der Sendung verpasst hat, kann diese sich in der MDR-Mediathek anschauen. Oder aber auf den 1.Januar 2014 warten. Dann zeigt der MDR in seinem TV-Programm die 90-Minutenversion von „Vom Abendland anch Down Under“.

Samstag – Vorschau auf die letzte Folge

Auf geht es zum großen Finale. Für einen Augenblick verweilt Teil 5 noch in Südostasien. Genauer gesagt im Mekong Delta (Vietnam). 26 Millionen Menschen leben dort. Die Wasserarme sind die Hauptverkehrsrouten. Was transportiert werden muss, wird  auf dem Wasser erledigt. Folgerichtig sind dort auch die großen Märkte zu finden. Wir haben einen ¨floating market¨ in Chau Doc besucht. Gehandelt werden Obst und Gemüse. Versorgt mit heißen Suppen und eiskalten Getränken werden all die Händler von kleinen Bootsküchen.
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Donnerstag – Vorschau auf Teil 4

Nun also Kambodscha. Geschundenes Land! Es leidet immer noch unter den Folgen des brutalen Folterregimes der Roten Khmer. Teil 4 meiner Reportage  wird auch darauf eingehen. Beispielsweise auf eine Schule, die 1975 zum schlimmen Foltergefängnis  ¨S21¨ wurde. Über 14.000 Menschen starben allein hier. Im ganzen Land waren es mehr als 2 Millionen, die unter Pol Pot und den Roten Khmer ermordet wurden.
Noch heute lenken Politiker die Geschicke des Landes, die einst zu den Roten Khmer gehörten. Korruption ist eines der Kennzeichen diese Staates.
Es gibt eine sehr kleine Elite um diese Politiker, die wirtschaftlich fast alle Mittel in der Hand halten.
Was mich erstaunt hat, die normalen Menschen haben trotz allem ihre Würde, ihren Stolz zurückgewonnen. Sie haben auch so genügend Aufgaben und Probleme. Dazu gehört, dass in der Regenzeit die Flüsse um den Mekong herum so stark anschwillen, dass rund 1,5 Millionen Kambodschaner in dieser Zeit sprichwörtlich im Wasser leben. Sie haben deshalb ihre Häuser auf Stelzen errichtet. So müssen sie ¨nur¨ in das obere Stockwerk umziehen.
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Mittwoch – Vorschau auf Teil 3

Diese Folge steht ganz im Zeichen des lange verschlossenen Myanmars. Es ist ein weißer Fleck, der erst langsam an Farbe und Kontur gewinnt. Unsere Reise beginnt in Yangon, der ehemaligen Hauptstadt. Herausragend ist die Shwedago Pagode. Rund 100 m hoch, 60 Tonnen Gold, an die 2500 Jahre alt. Aber was wichtiger ist, für enorm viele Buddhisten ist sie das religiöse Zentrum. Wir waren mehrere Stunden dort, haben das faszinierende Lichtspiel zwischen Tag und Nacht eingefangen.

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Dienstag – Vorschau auf Teil 2

Der zweite Teil führt uns nach Indien und Nepal. Am Anfang steht ein Erlebnis, welches man selten hat – die Straßen in Neu Delhi sind völlig leer. Unglaublich,sind doch normalerweise selbst nachts die Straßen chaotisch voll.

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Der Grund, Indien feiert seinen Unabhängigkeitstag. Am Vormittag steht alles still, weil die große Politik das Zepter schwingt und diesen Tag feiert. Nachmittags darf dann das Volk ran. Mit rosa Zuckerwatte und neuen Blockbustern aus der Traumschmiede Bollywood…

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Filmschnitt – eine kleine Nachlese (2)

In der zweiten Woche kommt immer Peter Eichstädt im Studio vorbeit. Natürlich kann man viel per Datenleitung und Telefon organisieren und besprechen. Aber das richtige Gefühl für den Film bekommt man halt doch am besten direkt am Schnittplatz. Bis zum Zeitpunkt der Zusammentreffens hat er die meisten Musikstücke bereits eingespielt. Jetzt geht es um die Feinabstimmung.
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Filmschnitt – eine kleine Nachlese (1)

Wie läuft nun der Schnitt einer solchen fünfteiligen Reportage ab? Ich will die Art und Weise, wie mein Cutter Torsten Zürn und ich das machen, ein wenig skizzieren.
Die Postproduktion ist auf drei Wochen angelegt. In den ersten beiden Wochen schneiden wir jeweils von Sonntagabend bis Freitagabend. Samstag und Sonntag dazwischen dienen dem Texten. Die dritte Woche beginnt auch wieder am Sonntagabend. Nur endet diese erst am Samstag.
Die ersten 24 Stunden stehen ganz im Zeichen der Vorbereitung des AVID-Schnittsystems.

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Am Montag geht es los!

VOM ABENDLAND NACH DOWN UNDER – es ist fast soweit. Ab Montag sendet der MDR (19:50 Uhr) die fünfteilige Reportage. Hier schon mal ein kleiner visueller Ausblick: http://www.mdr.de/junkers-tagebuch/video160434.html

Wir sind zwar mit dem Schnitt noch nicht ganz fertig, aber es sieht gut aus. Alle fünf Teile sind vertont. Jetzt heißt es noch ein paar „Kleinigkeiten“ erledigen – und dann werden wir uns ein Glas Rotwein gönnen…

Zwischenbericht vom Schnittplatz

Seit vergangenem Sonntag wieder zurück in Deutschland – seit vergangenem Sonntagabend am Schnittplatz. Es ist wie in einem jeden Jahr. Kaum zu Hause angekommen werden die eingefangenen Geschichten am Schnittplatz fernsehgerecht geformt. Drei Wochen brauchen wir dafür. Am 18.11. beginnt die Ausstrahlung im MDR. Viel Zeit zum Vertändeln bleibt da nicht. Braucht es aber auch nicht.
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Irgendwo in 11.000 m Höhe zwischen Down Under und dem Abendland

Wir sind auf dem Rückflug. 26 Stunden wird dieser in drei Etappen geteilte Flug dauern. Bangkok, Dubai die Zwischen- und Umsteigestationen. Ganze 26 Stunden wofür wir in umgekehrter Richtung 12 Wochen gebraucht haben. Von Down Under ins Abendland in etwas mehr als einem Tag. Soweit die Zahlen der Zeit.
Was bleibt übrig von den drei Monaten der Hinreise? Zuerst einmal viele, viele Begegnungen mit Menschen und ihren Geschichten. Zu viele eigentlich für einen Film alleine. Der Start im heimatlichen Abendland. Das langsame Entfernen gen Südosten.Dubrovnik, der Hort sozialen Denkens und Handelns lange bevor es anderen Herrschern und Regierungen in Europa einfallen wollte. Diese ungemein schöne Stadt, sie stand am Anfang. Dann Albanien. Welch ein wunderschönes Land!
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Angekommen in Sydney

Nach fast 12 Wochen ist das Ziel erreicht, Down Under zu durchqueren war die letzte große Etappe. Die Metropole Sydney ist unsere finale Station. Alle Geschichten sind gesammelt. Auch die der vielen Einwanderer aus Deutschland nach Australien. Der Bogen ist vollendet. Wir kamen aus dem Abendland – und fanden in der „Neuen Welt“ vieles, was sich nach Abendland anfühlt und doch anders ist.
Es ist fast ein bisschen unwirklich, sind wir doch mehr als 15.000 km Luftlinie von Zuhause entfernt. Als wären all die vielen Tage und Wochen in Indien, Nepal, Myanmar, Kambodscha, Vietnam und Indonesien zwischen dem Abendland und Down Under nicht gewesen.
Ich bin dankbar für all die Begegnungen mit den Menschen. Ich durfte ihre Geschichten sammeln, mit der Kamera festhalten. Nun heißt es in den kommenden Wochen daraus einen guten Film werden zu lassen. Wie das aussieht, darüber werde ich an dieser Stelle berichten.
Zuvor aber noch Impressionen aus Sydney. Das Videotagebuch wird hier sein: http://www.mdr.de/junkers-tagebuch/verteilseite658.html
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