Warum 38°C nicht gleich 38°C sind

Auch wenn ich eigentlich ein Freund großer Minustemperaturen bin, und dem folgend die Dreharbeiten im winterlichen Sibirien, in Grönland und am Südpol sehr geliebt habe, so freue ich mich dennoch über die 38°C am heutigen Tag. Die kommenden Tage und Wochen werden auf dem Weg nach Down Under kaum kühler werden. Aber es wird einen gravierenden Unterschied geben. Die Luftfeuchtigkeit wird deutlich steigen. In Nordindien, wohin wir nächste Woche reisen werden, herrscht noch immer der Monsum. Damit dürfte es richtig feucht und schwül sein.
Deshalb genieße ich die 38°C hier in Kas. Es ist heiß und trocken. Das freut den Filmemacher. Selbst wenn der eigentlich ganz andere Temperaturen mag.

Heute im MDR 19:50 – Zentralasien Teil3

Tadschikistan gilt als das ärmste Land in Zentralasien. Was nicht heißt, dass diese Armut auch tatsächlich überall sichtbar ist. Vor allem in der Hauptstadt Duschanbe hat der seit 1994 an der Macht stehende Präsident Prunkbauten mit Goldkuppeln hochziehen lassen. Die normalen Menschen haben derweil andere Sorgen. Das Land gehört zu den am stärksten von Erdbeben bedrohten Regionen der Welt. Das Deutsche Rote Kreuz setzt auf präventive Maßnahmen und schult Menschen in gefährdeten Bergdörfern gleichermaßen wie in den armen Randgebieten der Hauptstadt.Die meisten Menschen im wirtschaftlich arg gebeutelten Tadschikistan leben von der Subsistenzwirtschaft, trotzdem lassen sie sich ihre Würde und ihren Stolz nicht nehmen. In den zum Teil extrem abgeschiedenen Berg- und Wüstenregionen Tadschikistans habe ich wirklich außergewöhnliche Menschen getroffen.