Rückblick auf 2 Jahrzehnte Filmen weltweit

Wie versprochen startet nun der Rückblick auf mehr als 20 Jahre Filmarbeiten weltweit.

Zur Einstimmung nochmals der Artikel, den ich bereits im Frühjahr gepostet habe.

Es war das Jahr 1990, der Sommer ging dem Herbst entgegen. Der MDR war noch nicht gegründet, geschweige denn auf Sendung. Ich war in der Nähe von Zürich bei Ruedi, einem meiner besten Freunde. Es war seine Abschiedsfeier, hatte er doch beschlossen, mit Frau, Kind und Hund nach Karachi (Pakistan) zu ziehen. Die Jahre zuvor waren wir oft mit den Motorrädern durch Europa gezogen, nach Spanien und Portugal, über viele Alpenpässe, nach Italien und Frankreich.

Der Abend war so fröhlich, wie ein Abschied sein kann, wenn man sich für die freut, die in die Ferne ziehen und dort eine neue Welt entdecken können. Trauer kam auch auf, bei denen, die zurück blieben, vor allem bei den Eltern. In Vorinternetzeiten war Kommunikation in ein solch entferntes Land noch schwierig und mühsam, manchmal für viele Tage auch unmöglich. Telefonleitungen brachen gern einmal zusammen und wurden erst Tage später geflickt. Und Briefe brauchten eine halbe Ewigkeit.

Just an diesem Abend wurde der Grundstein für 20 Jahre Weltreisen mit der MDR-Filmkamera gelegt. Rückblick auf 2 Jahrzehnte Filmen weltweit weiterlesen

Samstag, 1. Dezember – Teil 5 um 19:50 Uhr im MDR

Heute Abend läuft der fünfte und letzte Teil von Durch das verwegene Herz Zentralasiens.

Wir sind nochmals in Kirgistan. Zum Beispiel in Mailuussuu. Ein vergessener Ort, ein trauriger Ort. Während der Sowjetzeit wurde Uran abgebaut und angereichert. Seit der Wende zerfällt die komplette Anlage. Nichts wurde wirklich zurück gebaut oder dekontaminiert. Mailuussuu gehört zu den 10 verstrahltesten Orten der Welt.

Quasi das „Gegenstück“ ist der traumhafte Bergsee Issyk Kul im Osten des Landes. Wie er so da liegt inmitten der Gebirgszüge des Tianshan ist eine Augenweide. Die Nordseite ist touristisch erschlossen. Am Südufer findet man außer ein paar kleinen privaten Gästehäusern keine Unterkünfte. Wir haben im Ort Tamga Tamara und ihren Mann Osgar besucht. Rentner sind sie. Allerdings hält dieser Umstand sie nicht davon ab, eine kleine hervorragende Herberge zu betreiben. Einen guten Rat hatten sie für uns parat – den großen Viehmarkt in Karakol am Ostende des Issyk Kul. Noch nie habe ich so einen kernigen Markt für Pferde und Rinder wie diesen gesehen!

Ich wünschen viel Spaß beim Zuschauen!

Donerstag,29.11.2012 um 19:50 Uhr: MDR Teil 4

Heute verlassen wir Tadschikistan und tauchen tief ein in die Pamirregion Kirgistans.

Da oben gibt es auf rund 3000 m ein Dorf, dass es mir angetan hat: Sary Mogol. Knapp 4000 Menschen leben dort. Ackerbau ist nicht mehr möglich, Viehwirtschaft schon. Donnerstag ist immer MArkttag. Dann scheint das ganze riesige Tal (40 km breit, über 150 km lang) auf den Beinen zu sein. Donerstag,29.11.2012 um 19:50 Uhr: MDR Teil 4 weiterlesen

Mittwoch, Teil 3 wieder um 19.50 Uhr

Es sind zum Teil extrem abgeschiedene Berg- und Wüstenregionen. Das Land ist das ärmste Zentralasiens. Aber, es ist ein wunderschönes Land:  Tadschikistan.

Beeindruckend auch hier die Menschen. Mag es in der Hauptstadt Duschanbe ein halbwegs angenehmes Leben geben, so sieht das für 5/6 der Bevölkerung (die auf dem Land lebt) anders aus. Sie leben von der Subsistenzwirtschaft, von dem was sie auf den Äckern produzieren und von ihren Viechern. Ihre Täler sind im Winter oft monatelang von der Außenwelt abgeschnitten. Strom bekommen sie in der kalten Jahreshälfte nur reduziert: 4 Stunden am Morgen, 4 Stunden am Abend. Die Versorgung mit Trinkwasser ist oftmals ein Problem.

Und dennoch haben die Menschen ihren Stolz, ihren Lebensmut und ihre Würde nicht verloren.
So auch in der X-ten Generation der „Beschützer der 44 Quellen“ in der Nähe der Afghanischen Grenze, Ismail Assomidinov, über den heute unter anderem berichtet wird.

Ein weiteres Thema ist die ständige Bedrohung durch Naturkatastrophen. Weite Teile des Landes liegen in einem Erdbebengebiet. Seit 1955 wurden mehr als 900 ernsthafte Erdstöße verzeichnet.  Das Deutsche Rote Kreuz kümmert sich intensiv darum, die am meisten betroffenen Menschen auf den Ernstfall vorzubereiten. Wir haben die Spezialisten bei ihrer Arbeit begleitet.

Warum  zwischen Usbekistan und Tadschikistan ein Krieg droht, was die Ursachen dafür sind, auch darüber berichtet der heutige dritte Teil.

 

 

Dienstag, 27.11. 19.50 Uhr Teil 2…

…. und ich sage DANKE fürs Zuschauen von Teil 1. 16,5 % sind eine richtig gute Einschaltquote, ein großes Kompliment für diesen Film!

Zum zweiten Teil, der heute, Dienstag, 27.11.2012 um 19:50 Uhr im MDR läuft. Er widmet sich ganz gar Usbekistan.

Stellen sie sich einen Fluss wie Rhein, Elbe oder Donau vor. Groß, mächtig, voller Wasser. Und dennoch kommt an der Mündung kein einziger Tropfen an. Utopie? Nein, in Zentralasien bittere Wahrheit. Es ist ein beklemmendes Gefühl, was Gier gepaart mit Macht erreichen kann. Eine von Menschenhand geschaffene Tragödie. Der Aralsee, der einstmals viertgrößte Binnensee der Erde, ist so gut wie eliminiert. Als die Sowjetunion zusammenbrach, hätte die Katastrophe verhindert werden können. Doch die neuen Machthaber wollten es nicht. Zu verlockend war die Aussicht, die Devisenbringer Baumwolle und Reis weiter im bis dato gepflegten Umfang anzubauen. Das Wasser des Amudarja wurde und wird dafür benötigt. Jeder einzelne Tropfen wird ihm entnommen. Für den Aralsee bleibt da nichts mehr übrig.

Gespräche mit namhaften usbekischen Wissenschaftlern zu dieser Problematik waren leider nicht erlaubt. Angeblich war die Vorlaufzeit für eine Genehmigung zu kurz. Wer’s glaubt wird selig.

Samarkand und Buchara sind traumhafte historische Orte an der legendären Seidenstraße. Frisch aufpoliert und restauriert erstrahlen sie, ziehen scharenweise Touristen an. Zu Recht! Auch wir haben uns von der Magie anziehen lassen, die diesen Städten inne wohnt.

Die faszinierenden Gebäude voller Geschichte sind die eine Seite. Noch weit mehr haben mich aber vor allem in Buchara die Menschen begeistert. Warum – das sehen Sie heute um 19.50 Uhr im MDR TV!