Warum einfach wenn es auch kompliziert geht…

Wir haben den 28. Juli, in 12 Tagen startet unsere Filmexpedition durch Zentralasien. Und unser Auto steht noch immer in Deutschland, wartet darauf, endlich nach Bischkek, Kirgistan, unserer ersten Station gebracht zu werden. Eigentlich sollte es schon längst auf dem Weg dorthin sein, wenn nicht sogar schon dort. Aber wir haben die Rechnung ohne den deutschen Zoll gemacht.

Pflichtgemäß wurden Fahrzeug und geladenes Equipment vor zwei Wochen den Beamten vorgeführt. Ein von der Behörde ausgehändigtes Dokument ausgefüllt. Der Wagen anschließend für den Transport versiegelt. Sollte alles reichen, dachten wir zumindest. Aber vorgestern ereilte  mich ein Anruf einer Zollbeamtin, in der mir diese eröffnete, man brauche nun ein völlig anderes Dokument. Das vorhandene sei nicht jenes, welches benötigt würde…

Nein, nicht wundern. Auch nicht sich fragen, warum man denn vor Tagen ein anderes Zollformular bekommen habe – von der gleichen Zollstelle. Hilft nix…

Dem Vernehmen nach ist der LKW samt unserem Expeditionswagen nun unterwegs. Natürlich mit dem neuen Dokument. 10 Tage wird der Transport dauern. Vorausgesetzt, es treten keine weiteren Komplikationen auf.

Aus Donnerstag ist Montag geworden…

… aber nun hat es geklappt. Unser Expeditionsauto hat alle notwendigen Zollhürden genommen und ist auf dem Weg nach Bischkek, Kirgistan. Wir selber werden noch ein paar Tage warten müssen. Unser Abflug ist für den 9. August geplant.

Die Zeit bis dahin wird uns allerdings nicht langweilig werden. Noch immer sind nicht alle Visa und Drehgenehmigungen erteilt. Da bleiben also noch einige Wege zu gehen…

 

Am Donnerstag ist es endlich soweit…

Eigentlich sollte unser Expeditionsauto schon längst auf dem Weg nach Zentralasien sein. Aber auf Grund vieler kleiner Umstände geht die Reise für unseren fahrbaren Untersatz erst an diesem Donnerstag los.

Was bereits feststeht ist die grobe Route. Wir werden zuerst in Bischkek (Kirgistan) sein, dann via Talas, dem Ferganatal (Usbekistan) und Buchara den Aralsee ansteuern. Anschließend über Duschanbe (Tadschikistan) in die Pamir-Region fahren und schließlich zurück nach Kirgistan zu den hohen Bergen des Tian-Shan-Gebirges.

Durch das verwegene Herz Zentralasiens – der neue Filmtitel verrät…

Es geht weiter…

… wohin es demnächst geht: Kirgistan, Usbekistan und Tadschikistan. Von der Wüste um den fast ausgetrockneten Aral-See bis ins Tian Shan- und Pamir-Gebirge. Elf geballte Expeditionswochen. Am 9. August startet die Filmreise von Thomas Junker und seinem Filmpartner Matthias Kofahl. Ende November ist die fünfteilige Reportage im Fernsehen zu sehen. Natürlich zuerst beim MDR.

Alle weiteren Informationen über Durch das verwegene Herz Zentralasiens können Sie ab sofort hier finden. Die beiden Filmemacher werden ausführlich darüber berichten, was vor und hinter der Kamera passiert. Schon am kommenden Montag (2. Juli) wird unser Expeditionsauto bereits auf die Reise nach Zentralasien geschickt.

Schauen Sie ab und an mal rein. Es wird sich lohnen.

Rückblick auf mehr als 20 Jahre Weltreisen mit der MDR-Kamera – Ein Versprechen an den Freund war der Ausgangspunkt für alle Filme…

Ab dem 1. Dezember wird Thomas Junker an dieser Stelle viele Informationen sowie Hintergrundgeschichten rund um seine Filme präsentieren. Woche für Woche mit vielen Fotos und spannende Anekdoten aus dem Nähkästchen des Filmemachers.

Hier schon einmal eine Geschichte vorab. Die, wie alles anfing.

Es war das Jahr 1990, der Sommer ging dem Herbst entgegen. Der MDR war noch nicht gegründet, geschweige denn auf Sendung. Ich war in der Nähe von Zürich bei Ruedi, einem meiner besten Freunde. Es war seine Abschiedsfeier, hatte er doch beschlossen, mit Frau, Kind und Hund nach Karachi (Pakistan) zu ziehen. Die Jahre zuvor waren wir oft mit den Motorrädern durch Europa gezogen, nach Spanien und Portugal, über viele Alpenpässe, nach Italien und Frankreich.

Der Abend war so fröhlich, wie ein Abschied sein kann, wenn man sich für die freut, die in die Ferne ziehen und dort eine neue Welt entdecken können. Trauer kam auch auf, bei denen, die zurück blieben, vor allem bei den Eltern. In Vorinternetzeiten war Kommunikation in ein solch entferntes Land noch schwierig und mühsam, manchmal für viele Tage auch unmöglich. Telefonleitungen brachen gern einmal zusammen und wurden erst Tage später geflickt. Und Briefe brauchten eine halbe Ewigkeit. Rückblick auf mehr als 20 Jahre Weltreisen mit der MDR-Kamera – Ein Versprechen an den Freund war der Ausgangspunkt für alle Filme… weiterlesen